Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen bei Fraunhofer einmal über die Schulter schauen

03. März 2020

Fraunhofer-Mitarbeiterin Maria Schur ist eine von elf technisch-wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen am Fraunhofer IGP in Rostock.

© Fraunhofer IGP Rostock
Maria Schur, technische Mitarbeiterin am Fraunhofer IGP, ist für das Labor der Mecha-nischen Verbindungstechnik verantwortlich.

Rostock. Maria Schur ist seit Ende 2018 am Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP tätig. Die 25-jährige Rostockerin ist gelernte Kfz-Mechatronikerin. Ihr Technik-Interesse liegt in der Familie. „Mein Vater ist Heizungssanitär- und Lüftungsmeister. Wir haben schon immer alte Autos gefahren. Die sind dann auch mal kaputtgegangen. Mein Vater hat die Autos selbst repariert. Ich wollte immer wissen, wie das funktioniert. Wir haben alles gemeinsam repariert – egal, was Zuhause kaputtgegangen ist“, erklärt Maria. Nach einem Praktikum in einer Kfz-Werkstatt stand ihr Entschluss fest: Maria machte ihre Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin. „In meinem Ausbildungsjahrgang waren wir nur drei Frauen“, erinnert sie sich. „Meine Kollegen in der Werkstatt waren am Anfang schon sehr skeptisch und ich musste ihnen beweisen, dass ich genauso mit anpacken kann wie sie.“ Seit eineinhalb Jahren ist Maria Technische Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Mechanische Verbindungstechnik am Fraunhofer IGP. Sie ist die einzige Frau in ihrer Gruppe, aber sie ist nicht die einzige Mitarbeiterin im technisch-wissenschaftlichen Bereich am Fraunhofer IGP.

Die Zahl der Wissenschaftlerinnen steigt stetig

Die Mechatronikerin ist eine von vier technischen Mitarbeiterinnen und sieben Ingenieurinnen. Diesen elf Mitarbeiterinnen stehen mehr als 60 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter gegenüber. Doch am weiblichen Nachwuchs im Bereich Maschinenbau wird gearbeitet: „Zurzeit sind bei uns acht Studentinnen außerhalb der Verwaltung als wissenschaftliche Hilfskräfte tätig. Diese Zahl möchten wir gerne weiter erhöhen und daher alle forschungsinteressierten Studierenden aus den MINT-Bereichen ermuntern, sich aktiv bei uns zu bewerben“, erklärt Personalmanagerin Claudia Bäcker. Auch die Gleichstellungbeauftragte des Fraunhofer IGP, Lisa Knaack, ist selbst Ingenieurin und mittlerweile als Verwaltungsleiterin am Institut beschäftigt. Knaack freut sich über die steigende Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen: „Als ich 2012 beim Fraunhofer IGP angefangen habe, war ich die erste wissenschaftliche Mitarbeiterin am Standort in Rostock. Seitdem hat sich die Anzahl an Wissenschaftlerinnen stetig gesteigert und aus den jungen Berufsanfängerinnen sind Fachexpertinnen gewonnen, die Ihren männlichen Kollegen in Nichts nachstehen.“

Ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld

„Ich komme mit meinen Kollegen sehr gut klar. Die Arbeit hier ist auf jeden Fall etwas ganz Anderes als in der Autowerkstatt“, freut sich Maria. Sie ist in der Gruppe für das Labor verantwortlich. Ihre Stelle wurde 2018 neu geschaffen: „Ich hatte am Anfang ganz schön viel zu tun, Ordnung und Übersicht ins Labor zu bringen. Die Arbeit ist auf jeden Fall sehr abwechslungsreich. Ich bereite Versuche vor. Ich muss mich mit Normen und Vorschriften beschäftigen, übernehme auch administrative Aufgaben. Ich kann und muss mich weiterbilden. Langweilig wird es nicht.“ Die Rostockerin schätzt den guten Zusammenhalt im Kollegium und dass sie frei und vor allem selbstständig arbeiten kann.

 

Ansprechpartner

Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP

Silke Schulz

Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 381 49682 – 224

E-Mail: silke.schulz@igp.fraunhofer.de

www.igp.fraunhofer.de