Pressemitteilung

2MN-Resonanzprüfmaschine durch Upgrade noch effizienter und flexibler einsetzbar

Der 2MN-Resonanzprüfmaschine ist ohne Zweifel eines der Highlights unseres Prüflabors. Vergangene Woche waren Vertreter:innen der Herstellerfirma SincoTec nochmals vor Ort am Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP, um eine universale Spannvorrichtung einzubauen, die es für diese Kraftbereiche für Resonanzprüfmaschinen noch nicht gab. Das Prüfgerät wird dadurch noch flexibler.

Der 2MN-Resonanzpulsator an unserem Standort ist die erste von SincoTec mit dieser Vorrichtung ausgestattete Prüfmaschine. In der Größe des umfassten Prüfraums und in Bezug auf die maximal mögliche Kraftanwendung ist das Prüfgerät in seiner jetzt geschaffenen Konfiguration bisher einzigartig.

Es kann dadurch insbesondere für Bereiche eingesetzt werden, in denen große Blechstärken verbaut werden oder hohe Kräfte auftreten, wie etwa beim Bau von On- und Offshore-Windenergieanlagen, im Stahl-, Anlagen- oder Schiffbau.

Mit der so ausgestatteten Prüfmaschine haben wir die Möglichkeit große Querschnitte (Durchmesser bis 80mm) bzw. große Blechstärken bis 90mm (auch geschweißte Bauteile), auf hohen Lasten bis 2MN dynamisch zu prüfen. Die Maschine ermöglicht zudem, im Vergleich zu unseren „konventionellen“ Prüfmaschinen, eine hundertfach schnellere Prüfzeit. Dadurch sind neben „normalen“ Ermüdungsversuchen auch #Dauerfestigkeitsuntersuchungen bis zu sehr hohen Lastwechselzahlen (bis 10 Mio. Zyklen und noch mehr) in einer vertretbaren Zeit möglich.

Die von SincoTec neu entwickelte, hydraulische Einspannvorrichtung erleichtert die Bedienungsabläufe. Während des Prüfvorgangs werden die Prüfteile rein mechanische verspannt. Das bringt mehrere Vorteile mit sich: Diese Spannweise erhöht die Langlebigkeit des Dichtungssystems. Gleichzeitig wird eine höhere Betriebssicherheit gewährleistet. Auch in puncto Nachhaltigkeit bietet die Prüfmaschine Vorteile. Bei der Versuchsdurchführung zum Erstellen einer Wöhlerlinie liegt die Energieeinsparung im Vergleich zu einer hydraulischen Prüfmaschine bei bis zu 70 %.

Dank dieser Neukonfiguration unserer 2MN-Resonanzprüfmaschine haben wir am Fraunhofer IGP damit die einzigartige Möglichkeit, Material mit großen Querschnitten bzw. Blechstärken auf hohe Lasten bis 2MN dynamisch in einem wesentlich reduzierten Zeit- und Kostenrahmen zu prüfen.

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